MR-TP 215 H


Hersteller:


Kässbohrer Setra

Modell:

S 215 HD

Erstzulassung:

23.06.1983

KM-Stand:

ca. 1.100.000 km

1. Besitzer

Schmitt-Reisen, Großlangheim

2. Besitzer (aktueller Besitzer):


Timo Pratscher (Privatbesitz)

Motor:

OM 422h

Hubraum:

14517 ccm

Leistung:

206 KW / 280 PS

Emmissionsklasse:

Oldtimer

Zylinder:

8

Zylinderanordnung:

V-Motor

Antrieb:

Heckantrieb

Kraftstoff:

Diesel

Getriebe:

Schaltgetriebe

Gänge:

6+R

Höchstgeschwindigkeit:


130 km/h

Fahrzeug-Ident-Nr.:

WKK17900001030696

Länge:

12.000 mm

Breite:

2.500 mm

Höhe:

3.340 mm

Leergewicht:

12.350 kg

Zul. Gesamtgewicht:

16.500 kg



Auszug aus der Geschichte Kässbohrer, hier speziell die 200er-Baureihe:


1972 kam der S 200 als erster der weiter entwickelten Serie auf den Markt, ausgestattet mit einem Dieselmotor 235 kW von Daimler-Benz. WC, Küche und Klimaanlage waren möglich. Die bis heute Setra-übliche Raumlüftung kam auf den Markt. Diese nutzt die natürliche Druckverteilung, die sich um einen fahrenden Bus ergibt. Oberhalb der Seitenfenster tritt die Frischluft ein. In der Höhe der Fahrertür und der vorderen Einstiegstür herrscht Unterdruck und dort wird die Luft wieder aus dem Fahrzeug geleitet. Dies ergibt einen hohen Luftdurchsatz, ohne dass es den Fahrgästen zieht.

Kässbohrer Setra S 215 HD (1981)  

Ab 1976 wurde die Baureihe 200 produziert. Sie war etwas glatter gestaltet als die Vorgänger-Baureihe 100 und bekam eine ungeteilte Windschutzscheibe (außer Exportmodelle nach Übersee). Bei der Markteinführung gab es die zwei Baumuster Hochboden- und Hochdeckerbusse (als Setra Optimal) in den Ausführungen S 211 H, S 212 H, S 213 H und S 215 H sowie S 213 HD und S 215 HD. Die Hochbodenfahrzeuge (790 mm Fußbodenhöhe) waren zunächst mit Türen vor der Vorder- und hinter der Hinterachse, die Hochdecker (1040 mm Fußbodenhöhe) mit Vorder- und Mitteltür ausgestattet. Später gab es beide (längere) Versionen mit Vordertür und wahlweise mit Mittel- oder Hecktür. Später kamen noch sogenannte Superhochdecker (1360 mm Fußbodenhöhe) mit Unterflur-Cockpit (als Setra Royal) hinzu, die noch höher sind als der gewöhnliche Hochdecker und so einen großen Stauraum unter dem Fußboden bieten, der über Klappen von links und recht zugängig ist. Diese Superhochdecker haben den Namensanhang HDH oder HDS und sind Dreiachser. Der kleinste aus dieser Baureihe war der S 208 HM, der größte der Doppeldecker S 228 DT (Setra Imperial).

Kässbohrer führte als erster Nutzfahrzeughersteller 1984 serienmäßig das ABS bei Reisebussen ein. Einige Zeit konnte man Setra-Busse auch noch ohne ABS bekommen, Kässbohrer formulierte es so: „… auf Wunsch gegen Minderpreis“. Die Baureihe 200 war die variantenreichste Setra-Baureihe. Der S 215 HD wurde zu dem typischsten SETRA der ganzen Baureihe 200. Dieser Fahrzeugtyp war auch die Messlatte aller anderen Reisebusse auf dem europäischen Markt.

Angetrieben wurden die 200er überwiegend mit V6-, V8- und V10-Dieselmotoren von Daimler-Benz, später mit Abgasturbolader und auch Motoren von MAN wurden angeboten. Mit der Baureihe 200 gab es wieder Fahrzeugvarianten für den US-amerikanischen Markt, erkennbar an der geteilten Windschutzscheibe, ausgestattet mit Motoren von Detroit Diesel und Automatikgetrieben von Allison.

Bei der 200er Baureihe gab es auch eine einfacher ausgestattete Version als Kombibus (Setra Rational) für den Einsatz auf Linie und bei kürzeren Reisen als S 213 / 215 HR oder RL mit Linienanzeigen. Von den Reisebussen der Baureihe 200 abgeleitet wurde auch der Überlandbus S 215 UL, den es als SG 221 UL auch als Gelenkbus gab (als Setra Regional), und den Stadtbus SL 215 und SG 219 (Setra Communal). Später gab es den S 215 NR als ersten Niederflur-Regionalbus. Diese Bauweise ist heute als „Low-Entry“ bekannt (niedriger Einstieg, aber im Heck konventionell gebaut).

(Kässbohrer) Setra S 315 HD  

Ein nicht zur 200er Baureihe gehörender Bus war der Ende der 1980er Jahre entwickelte dreitürige Niederflur-Stadtbus Kässbohrer Setra S 300 N mit querstehendem Heckmotor und ZF-Antriebskomponenten, der 1989 vorgestellt wurde, und die Konstruktion des fast zehn Jahre später erscheinenden Mercedes-Benz Citaro vorweg nahm. Der S 300 NC erhielt keine große Verbreitung, lediglich die EVAG in Essen und das Verkehrsunternehmen Transpole in Lille erhielten eine nennenswerte Anzahl dieser fortschrittlichen Stadtbusse. 1994 wurde die Produktion eingestellt.

Ein weiterer außergewöhnlicher Typ ist der S 216 HDS, ein Superhochdecker mit Unterflurcockpit. Wegen der geringen Stückzahlen wurde dieser Typ nur geringfügig modifiziert als S 316 HDS angeboten, während die neue Baureihe 300 verkauft wurde. Der S 216 HDS war der Nachfolger des SG 221 HDS, einem Superhochdecker-Gelenkbus, mit „Wespentaille“ zwischen Vorderwagen und Nachläufer, der ein Einzelstück blieb.